Auskommen
mit dem
Einkommen

Bankenkrise oder: wie sicher ist mein Vermögen?

Die Bankenkrise ist in aller Munde. Doch kaum einer kennt die Ursachen, versteht die Gründe, wie es dazu kommen konnte.

Und wir fragen uns: bin ich betroffen?

Verliere ich mein sauer verdientes und manchmal unter Mühen angespartes Vermögen?

Muss ich aus meinem Haus ausziehen?

Was wird aus meiner Altersvorsorge?

Ist mein Geld morgen überhaupt noch etwas wert?

Verständliche Fragen. Unsicherheit und Verwirrung sind jedoch ein schlechter Ratgeber, wenn es darum geht, Ihren eigenen kleinen Finanzhaushalt zu sichern.

Kreditvergabe

Im Gegensatz zu den USA, wo es den Bürgern jahrzehntelang viel zu leicht gemacht, ja geradezu abgefordert wurde, viele Schulden zu machen, auf Kredit und auf Pump zu leben, herrscht in Deutschland eine andere Mentalität.

Sie haben vielleicht selbst schon einmal die Erfahrung gemacht, dass Sie einen Kredit, ein Darlehen oder gar eine Hypothek nur dann bekommen, wenn Ihr Einkommen gesichert ist.

Die Vergabebedingungen sind in den vergangenen Jahren durch Ratings wie Basel I und Basel II nochmals verschärft worden, und so mancher stand da mit leeren Händen und musste erfahren, dass er selbst in einer unverschuldeten Notsituation keine finanzielle Hilfe von Banken und Sparkassen zu erwarten hatte.

Im Grunde sind diese Maßnahmen ein Schutz und wir sollten froh sein, dass es bei uns nicht möglich war und ist, ein teures Eigenheim ohne Eigenkapital zu finanzieren, nur um am Ende mit einer geplatzten Hypothek und ohne ein Dach über dem Kopf dazustehen.

Auch ein allzu bereitwillig eingeräumter Dispo- oder Ratenkredit, der anschließend nicht bedient werden kann, ist keine große Hilfe für Menschen, die sowieso nicht mit ihrem Einkommen auskommen und demzufolge auch nicht in der Lage sind, Kreditraten zu tilgen.

Was geschieht mit Ihrem Sparvermögen?

Auch wenn Sie den Banken derzeit nicht besonders viel Vertrauen entgegen bringen - es ist keine gute Maßnahme, Ihre Sparkonten aufzulösen und Ihr Geld daheim in einem Schuhkarton oder unter dem vielzitierten Kopfkissen aufzuheben.

In Deutschland existiert ein sehr gutes Einlagensicherungssystem. Demnach ist eine Kundeneinlage zu 90% bis zu einer Höhe von 20.000 EUR abgesichert.

Die meisten privaten Banken sind darüber hinaus Mitglieder in einem freiwilligen Einlagensicherungsfonds, der die Kundeneinlagen weit über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus absichert. Wie hoch einzelne Banken abgesichert sind, können Sie über den Bundesverband deutscher Banken erfahren.

Selbstverständlich gibt auch Ihre Bank Auskunft über die Absicherungshöhe.

Etwas vorsichtiger sollten Sie sein, wenn Sie Ihr Geld auf dem Konto eines ausländischen Geldinstituts anlegen. Teilweise werden dort hervorragende Zinskonditionen geboten, andererseits wird die Absicherung nur bis zur Höhe der gesetzlichen 20.000 EUR garantiert. Ihre Anlagesumme bei jeder einzelen Bank sollte also auch nicht höher sein.

Sollten Sie Ihre Wertpapiere jetzt abstoßen?

In unruhigen Zeiten heisst es, einen kühlen Kopf zu bewahren.

Das gilt auch und umso mehr für Geldanlagen auf dem Aktienmarkt.

Auch wenn die Kurse Ihrer Wertpapiere derzeit im Keller sein sollten, ist es ein denkbar schlechter Zeitpunkt, diese abzustoßen.

Verlieren Sie nicht die Nerven, warten Sie ab. Beobachten Sie den Markt und verkaufen Sie auf keinen Fall in Hektik und Aufgeregtheit. Lassen Sie sich nicht zu spontanen Aktionen verleiten. Gutes Timing ist alles!

Ein guter Rat ist auch der, der eigentlich für jede Geldanlage, egal zu welcher Zeit gilt: streuen! Wenn Sie Ihr Geld in verschiedene Spar- und Anlageformen investieren, sind Sie auf der sicheren Seite und gehen einem größeren Risiko weitmöglichst aus dem Wege.

Was wird aus unseren Renten?

Die Rentenversicherer legen natürlich auch Geld an, und wir wollen hoffen, dass sie dabei mit Augenmaß und wenig Risiko vorgehen.

Die mehr oder weniger hohe Rendite, die die Rentenversicherer erzielen, hat natürlich Auswirkung auf deren Finanzlage.

In erster Linie ist die Rente jedoch abhängig von der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und der Lohnhöhe. Sie ist nicht direkt von der Entwicklung auf dem Kapitalmarkt abhängig.

Wie sicher ist die Lebensversicherung?

Auch die Lebensversicherer sind in einem Sicherungsfonds abgesichert. Für den Fall der Insolvenz eines Versicherers wird Ihre Versicherungssumme von diesem Fonds bzw. einer Auffanggesellschaft ausgezahlt.

Es gibt also keinen Grund, Angst um seine Lebensversicherung zu haben.

Welche Arbeitsplätze sind gefährdet?

Wir müssen damit rechnen, dass die eine oder andere von der Bankenkrise betroffene Bank Arbeitsplätze abbauen wird.

Da aber die Banken sowieso dabei sind, durch Fusionen und Filialschließungen Arbeitsplätze abzubauen, lässt sich nicht genau sagen, aus welchem Grund genau dieer oder jener Arbeitsplatz verloren geht.

Insgesamt ist jedoch von einer nachlassenden Konjunktur auszugehen, in deren Kielwasser auch in anderen Branchen weniger Mitarbeiter eingestellt oder Mitarbeiter entlassen werden.

Wer bezahlt die Bankenkrise?

Letztendlich der Steuerzahler, soviel steht fest.

Jeder Euro oder Dollar, den der Staat für die Rettung von Banken ausgibt, muss aus Steuergeldern finanziert werden.

Wenn die Erhöhung von Abgaben und Steuern vermieden werden soll, müssen Einsparungen in allen Bereichen vorgenommen werden.

Wir sind so oder so von allem betroffen: von Steuererhöhungen und auch von Einsparungen.

Umso wichtiger ist es für den Einzelnen, seine privaten Finanzen so gut es geht auf eine solide Basis zu stellen.

Vermeiden Sie Kredite, bauen Sie sich ein Sparpolster, bestehend aus verschiedenen Produkten, auf und investieren Sie nicht in riskante Wertpapiere.





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